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| Rotierende Trommelmischer |
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Rotierende Trommelmischer sind ein weit verbreitetes Mischverfahren für granulare Materie. Unglücklicherweise besitzt eine Mischung von unterschiedlichen granularen Materialien die Tendenz, sich bei jeder Art von Bewegung zu entmischen. Dieses Phänomen wird Segregation genannt und ist seit einer Reihe von Jahren Gegenstand der Forschung. Die ersten dokumentierten fundamentalen Experimente zur Segregation in rotierenden Trommel stammen von Oyama aus dem Jahre 1939. Er untersuchte achsiale Segregation wie die meisten Forscher nach ihm. Achsiale Segregation ist die Entstehung von Bändern aus den unterschiedlichen beteiligten Materialien senkrecht zur Rotationsachse in dreidimensionalen Zylindern. Diese Art der Segregation tritt erst nach vielen hundert Umdrehungen des Zylinders auf. Die viel einfacher erhältliche radiale Segregation entsteht schon in der ersten Umdrehung einer Trommel. Sie entsteht durch die Bildung eines Kerns von z.B. kleineren Teilchen parallel zur Rotationsachse. Radiale Segregation kann man ebenfalls in zweidimensionalen Systemen beobachten [F. Cantelaube und D. Bideau, Europhys. Lett. 30, 133 (1995)]. Die beiden Abbildungen zeigen das Ergebnis einer Simulation einer halb gefüllten Trommel. Man sieht die Ausgangskonfiguration (a) und diejenige nach drei Umdrehungen der Trommel (b). Die kleineren schwarzen Scheiben haben sich in der mittleren Region angesammelt. Das ist radiale Segregation.
Um die fundamantalen Faktoren des Verhaltens von
granularer Materie
in rotierenden Trommeln zu verstehen,
wurde ein vereinfachtes zweidimensionales Modell entwickelt,
das eine langsam rotierende und gleichzeitig schwach vibrierende
Trommel simuliert. Langsam rotierend bedeutet in diesem Fall, daß
die Winkelgeschwindigkeit der Trommel klein genug ist, so daß
man separate Lawinen auf der Oberfläche beobachten kann.
Das Model wird
Bottom to Top Restructuring (BTR)
Modell genannt und basiert auf der Idee der Ballistischen Deposition
[W. M. Visscher, M. Bolsterli, Nature 239, 504 (1972)],
die für vibrierte granulare Materie von Jullien, Meakin und Pavlovitch
[Phys. Rev. Lett. 69, 640 (1992)] erweitert wurde.
Es stellt den Grenzfall einer großen statischen Reibung und eines
kleinen Energierestitutionskoeffizienten dar.
Mit dem BTR Modell konnte gezeigt werden, daß in monodispersen
Systemen mit nur einer Teilchengröße
eine geordnete "kristalline" Struktur mit stabilen Domänen,
die durch Defektlinien getrennt sind, und eine amorphe Zone im oberen Bereich
der Trommel entstehen. Die Oberfläche ist nicht flach sondern
gekrümmt und im Inneren der Füllung existiert eine Ansammlung von
Scheiben, die nicht an der Rotation partizipiert. Die gesamte Struktur ist
selbstähnlich, da sie nicht von der Größe der Trommel
abhängt.
Schließlich konnte ein neues Mischverfahren entwickelt werden, das darauf beruht, daß große und kleine Teilchen in einer bidispersen Füllung unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten besitzen. Weiteres hierzu finden Sie auf einem Poster. Wenn Sie mehr über rotierende Trommelmischer wissen möchten, so schauen Sie auf:
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